Marker zellulärer Seneszenz und Hirnstruktur bei Schizophrenie und schwerer Depression
In diesem Abstract war ein zusammengesetzter, mit Seneszenz verbundener Blutmarker bei Schizophrenie und schwerer Depression höher als bei gesunden Kontrollen, aber nicht mit der hirnvorhergesagten Altersdifferenz verknüpft; nur bei Schizophrenie zeigte er negative Zusammenhänge mit der Oberfläche zweier Hirnregionen. [1]
Automatische Zusammenfassung · nicht redaktionell geprüft
Die Kernaussagen
Der SASP-Index war sowohl bei Schizophrenie als auch bei schwerer Depression signifikant erhöht. [1]
Zwischen SASP-Indizes und der hirnvorhergesagten Altersdifferenz wurden in keiner Diagnosegruppe signifikante Zusammenhänge beobachtet. [1]
Bei Schizophrenie waren SASP-Indizes negativ mit der Oberfläche des linken Gyrus temporalis transversus und der Pars triangularis des rechten Gyrus frontalis inferior assoziiert. [1]
Die Quelle auf einen Blick
- Studientyp / Format
- Querschnittsstudie zum Vergleich von Diagnosegruppen (Abstract).
- Population / Kontext
- 119 Teilnehmende: 29 mit Schizophrenie, 40 mit schwerer Depression und 50 gesunde Kontrollen, alle mit Blutentnahme und MRT.
- Grundlage der Zusammenfassung
- Studienabstract
- Publikationsstatus
- Preprint · Begutachtungsstatus nicht bestätigt
- Original veröffentlicht
- 14. Oktober 2026
Seneszenzmarker und Hirnstruktur in drei Gruppen
Die Forschenden fragten, ob ein zusammengesetzter Seneszenzmarker im Blut, der SASP-Index, bei Schizophrenie (SZ) und schwerer Depression (MDD) erhöht ist und ob er mit der Hirnstruktur zusammenhängt. Das Abstract nennt, dass beschleunigte biologische Alterung bei beiden Erkrankungen diskutiert wird und der Index bei MDD bereits als erhöht berichtet wurde, während sein Stand bei SZ und sein Bezug zur Hirnstruktur unklar waren.
Beleg [1]
Blutmarker und MRT bei 119 Teilnehmenden
Insgesamt nahmen 119 Personen teil: 29 mit SZ, 40 mit MDD und 50 gesunde Kontrollen (HCs). Alle hatten eine periphere Blutentnahme und eine MRT-Untersuchung. Zuerst verglich das Team den SASP-Index zwischen den Diagnosegruppen über alle Teilnehmenden. Dann untersuchte es innerhalb jeder Gruppe Zusammenhänge zwischen altersbereinigten SASP-Indizes und der hirnvorhergesagten Altersdifferenz (brain-PAD). Explorative Analysen prüften Zusammenhänge zwischen SASP-Indizes und subkortikalen Volumina, kortikaler Dicke und Oberfläche in jeder Gruppe.
Beleg [1]
Höherer Index bei SZ und MDD, lokale Hirnbezüge bei SZ
Die Diagnosegruppe hatte einen signifikanten Haupteffekt auf die SASP-Indizes, und der Index war sowohl bei SZ als auch bei MDD signifikant erhöht. Zwischen SASP-Indizes und brain-PAD zeigten sich in keiner Gruppe signifikante Zusammenhänge. Bei SZ fanden sich jedoch negative Zusammenhänge zwischen SASP-Indizes und der Oberfläche des linken Gyrus temporalis transversus und der Pars triangularis des rechten Gyrus frontalis inferior. Die Autorinnen und Autoren vermuten, dass SASP-bezogene Prozesse über lokale statt globale Hirnveränderungen zu den neuronalen Grundlagen von SZ beitragen könnten. Dies sind Zusammenhänge, keine Ursachen.
Beleg [1]
Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht
Nur Abstract; der Volltext wurde nicht geprüft. Das Abstract berichtet keine Nachbeobachtungszeit, keine Effektgrößen und keine Details zur Adjustierung; die Hirnanalysen über brain-PAD hinaus werden als explorativ beschrieben. Zusammenhänge belegen keine Ursachen.
Grundlage: Studienabstract. Volltext, Tabellen und ergänzende Daten wurden nicht geprüft.
Quelle & Belegstellen
Okada N, Seitz-Holland J, Ikegame T, Omileke F, Kiyota M, Shoji E, Mori S, Morita S, Koshiyama D, Satomura Y, Koike S, JINDE S, Yagishita S, Kamiya K, Abe O, Shenton M, Kubicki M, Kasai K. · europepmc.org · 14. Oktober 2026