Schlafdauer und Kognition bei älteren Erwachsenen in Europa: Querschnittsanalyse aus SHARE
In einer Querschnittsanalyse der SHARE-Wellen 8 und 9 (2019–2022) waren eine Schlafdauer von mindestens 10 Stunden und Tagschlaf jeweils mit geringerer Kognition bei in der Gemeinde lebenden älteren Europäerinnen und Europäern verbunden; die Autorinnen und Autoren fordern Forschung zu klinischer Bedeutung und Kausalität. [1]
Automatische Zusammenfassung · nicht redaktionell geprüft
Die Kernaussagen
Die Analyse fasste die SHARE-Wellen 8 und 9 (2019–2022) zusammen und untersuchte Querschnittszusammenhänge zwischen schlafbezogenen Problemen und Kognition bei in der Gemeinde lebenden älteren Erwachsenen. [1]
Von 88.889 Interviews wurden 7% als wahrscheinliche Demenz, 12% als kognitive Beeinträchtigung ohne Demenz und 81% als normale Kognition eingruppiert. [1]
Nach Adjustierung blieben nur eine Schlafdauer von mindestens 10 Stunden und Tagschlaf statistisch signifikant mit der Kognition verbunden; die Autorinnen und Autoren fordern Forschung zu klinischer Bedeutung und kausalen Beziehungen. [1]
Die Quelle auf einen Blick
- Studientyp / Format
- Querschnittsanalyse zusammengefasster Erhebungswellen (Abstract)
- Population / Kontext
- In der Gemeinde lebende ältere Erwachsene in der SHARE-Studie, Wellen 8 und 9 (2019–2022).
- Grundlage der Zusammenfassung
- Studienabstract
- Original veröffentlicht
- 3. September 2026
SHARE-Wellen 8–9: Stichprobe zu Schlaf und Kognition
Die Quelle beschreibt den Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE), eine länderübergreifende Längsschnittstudie mit in der Gemeinde lebenden älteren Erwachsenen. Diese Analyse fasste die Wellen 8 und 9 (2019–2022) zusammen und untersuchte den Querschnittszusammenhang zwischen schlafbezogenen Problemen und Kognition. Subjektive Schlafdaten stammten aus beiden Wellen; objektive Daten lagen aus Welle 8 vor. Die Kognition wurde mit dem SHARE Cognitive Instrument (SHARE-Cog) erfasst. Die Teilnehmenden wurden als wahrscheinliche Demenz, kognitive Beeinträchtigung ohne Demenz (CIND) oder normale Kognition eingruppiert.
Beleg [1]
Langer Schlaf und Tagschlaf mit geringerer Kognition verbunden
88.889 Interviews wurden eingeschlossen (55% weiblich; mittleres Alter 68,88): 7% wahrscheinliche Demenz, 12% CIND und 81% normale Kognition. Unadjustiert zeigte sich zwischen Schlafdauer und Kognition ein umgekehrt U-förmiger Zusammenhang. Nach Adjustierung für mögliche Störfaktoren blieb nur der Zusammenhang mit einer Schlafdauer von mindestens 10 Stunden statistisch signifikant. Eine kognitive Beeinträchtigung war signifikant mit kürzlichen Einschlafproblemen, wöchentlicher Einnahme von Schlafmitteln und Tagschlaf verbunden; nach Adjustierung blieb nur der Zusammenhang mit Tagschlaf statistisch signifikant.
Beleg [1]
Querschnittsdesign begrenzt kausale Deutung
Die Autorinnen und Autoren schließen, dass die Analyse einen Zusammenhang zwischen einer Schlafdauer von mindestens 10 Stunden und geringeren kognitiven Werten bei in der Gemeinde lebenden älteren Europäerinnen und Europäern bestätigte und dass eine kognitive Beeinträchtigung auch mit Tagschlaf verbunden war. Sie geben an, dass weitere Forschung nötig ist, um die klinische Bedeutung dieser Befunde zu verstehen und die zugrunde liegenden kausalen Beziehungen zu klären. Das Design ist querschnittlich; die berichteten Zusammenhänge belegen daher nicht, dass Schlaf kognitive Unterschiede verursacht oder umgekehrt.
Beleg [1]
Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht
Nur Abstract; der Volltext wurde nicht geprüft. Es handelt sich um eine Querschnittsanalyse, daher belegen die Zusammenhänge keine Kausalität. Objektive Schlafdaten lagen nur aus Welle 8 vor. Die Autorinnen und Autoren geben an, dass weitere Forschung zu klinischer Bedeutung und kausalen Beziehungen nötig ist.
Grundlage: Studienabstract. Volltext, Tabellen und ergänzende Daten wurden nicht geprüft.
Quelle & Belegstellen
Crowley P, O'Donovan MR, Flanagan E, O'Caoimh R. · europepmc.org · 3. September 2026