Gewohnheitsmäßige Fastendauer und Multimorbidität über 15 Jahre bei älteren Schweden
In einer schwedischen Kohorte von Erwachsenen ab 60 Jahren war längeres gewohnheitsmäßiges Fasten (14–24 h gegenüber 6–11,5 h) mit schnellerer Anhäufung chronischer Krankheiten über 15 Jahre verbunden, besonders bei Personen ab 78 Jahren. Das ist ein Zusammenhang, kein Kausalbeleg. [1]
Automatische Zusammenfassung · nicht redaktionell geprüft
Die Kernaussagen
Die Kohorte umfasste 2981 überwiegend zu Hause lebende Erwachsene ab 60 Jahren, beobachtet über 15 Jahre. [1]
Das höchste Fasten-Quartil (14–24 h) zeigte eine steilere jährliche Zunahme der gesamten chronischen Krankheiten als das niedrigste Quartil (6–11,5 h). [1]
Der Zusammenhang mit der gesamten Krankheitszunahme zeigte sich bei Erwachsenen ab 78 Jahren, fehlte aber in der jüngeren Gruppe. [1]
Die Quelle auf einen Blick
- Studientyp / Format
- Longitudinale bevölkerungsbasierte Kohortenstudie (Abstract)
- Population / Kontext
- 2981 überwiegend zu Hause lebende Erwachsene ab 60 Jahren in Kungsholmen, Schweden.
- Grundlage der Zusammenfassung
- Studienabstract
- Original veröffentlicht
- 20. August 2026
Fasten und Krankheit bei Erwachsenen ab 60
Die Studie untersuchte, ob die gewohnheitsmäßige Fastendauer mit der Anhäufung chronischer Krankheiten bei älteren Erwachsenen zusammenhängt. Die Daten stammen aus der schwedischen Nationalstudie zu Altern und Pflege in Kungsholmen, einer longitudinalen bevölkerungsbasierten Kohorte von 2981 überwiegend zu Hause lebenden Erwachsenen ab 60 Jahren. Die gewohnheitsmäßige Fastendauer war der längste Abstand zwischen zwei typischen Essgelegenheiten innerhalb von 24 Stunden. Multimorbidität war die Gesamtzahl chronischer Krankheiten von 60 bei jedem Besuch, untersucht insgesamt sowie für Herz-Kreislauf-, neuropsychiatrische und muskuloskelettale Systeme.
Beleg [1]
Schnellere Krankheitszunahme in der Gruppe mit längstem Fasten
Im Vergleich zum niedrigsten Fasten-Quartil (6–11,5 h) zeigten Teilnehmende im höchsten Quartil (14–24 h) eine steilere jährliche Zunahme der gesamten chronischen Krankheiten (β = 0,119; 95-%-Konfidenzintervall 0,070 bis 0,167), der Herz-Kreislauf-Krankheiten (0,022 [0,006; 0,038]) und der neuropsychiatrischen Krankheiten (0,019 [0,005; 0,033]), nicht aber der muskuloskelettalen Krankheiten. Der Zusammenhang mit der gesamten Krankheitszunahme zeigte sich bei Erwachsenen ab 78 Jahren (β = 0,099 [0,031; 0,168]), fehlte jedoch in der jüngeren Gruppe.
Beleg [1]
Nur Zusammenhang; Abstract-Umfang und Altersmuster
Die Autorinnen und Autoren schließen, dass bei älteren Erwachsenen, besonders den Hochbetagten, eine längere gewohnheitsmäßige Fastendauer mit schnellerer Anhäufung chronischer Krankheiten verbunden war, was im hohen Alter nachteilig sein könnte. Dies ist ein beobachteter Zusammenhang und zeigt nicht, dass Fasten Krankheiten verursacht. Das Abstract nennt die Altersgrenze zwischen den beiden Gruppen nicht; der Volltext wurde nicht geprüft.
Beleg [1]
Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht
Nur Abstract; der Volltext wurde nicht geprüft. Es handelt sich um einen beobachteten Kohortenzusammenhang, keinen Kausalbeleg. Das Abstract nennt die Altersgrenze zwischen den beiden Gruppen und Einzelheiten zur Adjustierung nicht.
Grundlage: Studienabstract. Volltext, Tabellen und ergänzende Daten wurden nicht geprüft.
Quelle & Belegstellen
Kalmbach L, Abbad-Gomez D, Beridze G, Rodríguez-Artalejo F, Vetrano DL, Calderón-Larrañaga A, Carballo-Casla A. · europepmc.org · 20. August 2026