Gebrechlichkeits-Screening bei 82 Lungentransplantations-Kandidaten: SPPB versus SHARE-FI
Bei 82 Patienten auf der Warteliste für eine Lungentransplantation stufte das SPPB deutlich weniger als gebrechlich ein als SHARE-FI; bei COPD und ILD unterschied das SPPB Gebrechlichkeit besser. Die Übereinstimmung beider Instrumente war schwach. [1]
Automatische Zusammenfassung · nicht redaktionell geprüft
Die Kernaussagen
Die Erfassung von Gebrechlichkeit wird auf der Warteliste für eine Lungentransplantation als wichtig beschrieben, da Gebrechlichkeit mit Behinderung und Tod vor und nach der Transplantation assoziiert ist. [1]
Bei 82 Patienten auf der Warteliste für eine Lungentransplantation stufte das SPPB 4 als gebrechlich, 13 als vor-gebrechlich und 65 als nicht gebrechlich ein, SHARE-FI hingegen 26, 41 und 15. [1]
Bei COPD und ILD trennte das SPPB Gebrechlichkeit besser, die Übereinstimmung beider Messungen war schwach, und alle nach SPPB gebrechlichen ILD-Patienten wurden von SHARE-FI erkannt. [1]
Die Quelle auf einen Blick
- Studientyp / Format
- Abstract einer Studie zur Gebrechlichkeits-Erfassung mit zwei Instrumenten bei Lungentransplantations-Kandidaten
- Population / Kontext
- 82 Patienten auf der Warteliste für eine Lungentransplantation, mittleres Alter 57,3 ± 9,4 Jahre, am häufigsten mit COPD (41,5%) oder interstitieller Lungenerkrankung (30,6%).
- Grundlage der Zusammenfassung
- Studienabstract
- Publikationsstatus
- Preprint · Begutachtungsstatus nicht bestätigt
- Original veröffentlicht
- 29. September 2026
Gebrechlichkeits-Erfassung auf der Warteliste
Im Abstract heißt es, die Erfassung von Gebrechlichkeit sei auf der Warteliste für eine Lungentransplantation wichtig, da Gebrechlichkeit mit Behinderung und Tod vor und nach der Transplantation assoziiert ist. Die Autoren erfassten bekannte Risikofaktoren und Gebrechlichkeits-Indikatoren bei Patienten, die mit zwei Instrumenten als gebrechlich, vor-gebrechlich oder nicht gebrechlich eingestuft wurden: der Short Physical Performance Battery (SPPB) und dem Frailty Instrument for primary care of the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE-FI). Zudem prüften sie, ob SHARE-FI als Näherungsinstrument zum Erkennen gebrechlicher Patienten taugt. Dies sind im Abstract beschriebene Assoziationen, kein Beleg dafür, dass Gebrechlichkeit diese Folgen verursacht.
Beleg [1]
82 Kandidaten: SPPB und SHARE-FI stufen unterschiedlich ein
Gebrechlichkeit wurde mit SPPB und SHARE-FI bei 82 Patienten auf der Warteliste für eine Lungentransplantation erfasst; demografische, anthropomorphe und klinische Variablen wurden erhoben, und die Patienten absolvierten eine respiratorische/kardiorespiratorische, biochemische und Quadrizeps-Muskelleistungs-Untersuchung. Das mittlere Alter lag bei 57,3 ± 9,4 Jahren; COPD (41,5%) und interstitielle Lungenerkrankung (ILD) (30,6%) waren die häufigsten Transplantationsindikationen. Nach SPPB waren 4 (4,9%), 13 (15,9%) und 65 (79,3%) Patienten gebrechlich, vor-gebrechlich und nicht gebrechlich; nach SHARE-FI waren es 26 (31,7%), 41 (50%) und 15 (18,3%). Das SPPB fand Unterschiede zwischen gebrechlichen und vor-gebrechlichen Patienten bei der körperlichen Leistung (6MWD) und der Muskeluntersuchung, SHARE-FI bei Alter, 6MWD und Sauerstoffsättigung sowie einen Trend bei der Muskelkraft.
Beleg [1]
Trennung nach Erkrankung und schwache Übereinstimmung
Bei COPD und ILD trennte das SPPB Gebrechlichkeit besser als SHARE-FI. Die Übereinstimmung zwischen beiden Messungen war schwach. Alle nach SPPB gebrechlichen ILD-Patienten wurden von SHARE-FI erkannt, daher scheint SHARE-FI als vorläufiges Screening-Instrument für Patienten mit ILD geeignet. Das Abstract berichtet weder Nachbeobachtung noch Ergebnisse nach der Transplantation oder den Zusammenhang der Instrumente mit späteren Ereignissen; es liegt nur das Abstract vor, der Volltext wurde nicht geprüft.
Beleg [1]
Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht
Nur Abstract; der Volltext wurde nicht geprüft. Das Abstract berichtet keine Nachbeobachtung, keine Ergebnisse nach der Transplantation und keine Kausalprüfung; die beschriebenen Assoziationen belegen nicht, dass Gebrechlichkeit Behinderung oder Tod verursacht.
Grundlage: Studienabstract. Volltext, Tabellen und ergänzende Daten wurden nicht geprüft.
Quelle & Belegstellen
Planas-Pascual B, Bello I, Fernández-Piñar V, Spiliopoulou S, Deu-Martín M, Ballesteros-Reviriego G, Berasetegui-García C, Ribas-Ball M, Gómez-Garrido A. · europepmc.org · 29. September 2026