Aktivitätsarten und Lebensqualität bei zu Hause lebenden älteren Erwachsenen: Netzwerk-Metaanalyse von 71 RCTs
In 71 randomisierten Studien mit 12.159 zu Hause lebenden älteren Erwachsenen (mittleres oder medianes Alter ≥65 Jahre) gingen aktivitätsbasierte Interventionen mit besserer Lebensqualität als keine Behandlung einher; die Evidenzsicherheit war jedoch sehr niedrig bis niedrig, und keine Aktivitätskategorie erwies sich als überlegen. [1]
Automatische Zusammenfassung · nicht redaktionell geprüft
Die Kernaussagen
Die Übersicht verglich soziale, körperliche und selbstgesteuerte Aktivitäten bei zu Hause lebenden älteren Erwachsenen mit einem mittleren oder medianen Stichprobenalter von mindestens 65 Jahren. [1]
Eingeschlossen waren 71 Studien mit 12.159 Teilnehmenden; der gepoolte paarweise Effekt begünstigte aktivitätsbasierte Interventionen, doch die Sicherheit war sehr niedrig. [1]
Die Autorinnen und Autoren geben an, dass die Evidenz keine Überlegenheit einer Aktivitätskategorie belegt und Rangfolgen hypothesengenerierend sind. [1]
Die Quelle auf einen Blick
- Studientyp / Format
- Systematische Übersicht und Bayes-Netzwerk-Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien (Abstract).
- Population / Kontext
- Zu Hause lebende ältere Erwachsene mit einem mittleren oder medianen Stichprobenalter von mindestens 65 Jahren.
- Grundlage der Zusammenfassung
- Studienabstract
- Original veröffentlicht
- 21. September 2026
Drei Aktivitätskategorien bei älteren Erwachsenen verglichen
Die Übersicht untersuchte, ob sinnvolle Aktivitätsteilnahme die Lebensqualität zu Hause lebender älterer Erwachsener unterstützt. Verglichen wurden interaktionsbasierte soziale Aktivitäten, bewegungsbasierte körperliche Aktivitäten und selbstgesteuerte individuelle Aktivitäten, eingeordnet nach einem theoretisch begründeten Rahmen. Eingeschlossen waren randomisierte kontrollierte Studien, deren Stichprobe im Mittel oder Median mindestens 65 Jahre alt war. Durchsucht wurden dreizehn englisch- und koreanischsprachige Datenbanken bis Mai 2026.
Beleg [1]
Lebensqualitäts-Schätzwerte gegenüber keiner Behandlung
Eingeschlossen waren 71 Studien mit 12.159 Teilnehmenden. Der gepoolte paarweise Effekt begünstigte aktivitätsbasierte Interventionen (standardisierte Mittelwertdifferenz 0,59, 95%-Konfidenzintervall 0,45–0,73), doch die Heterogenität war erheblich und das Vorhersageintervall schloss die Null ein; die Sicherheit war sehr niedrig. In der Netzwerk-Metaanalyse deutete Evidenz mit niedriger Sicherheit darauf hin, dass alle drei Kategorien die Lebensqualität gegenüber keiner Behandlung verbessern könnten: selbstgesteuert 0,78 (95%-Kredibilitätsintervall 0,25–1,32), körperlich 0,73 (0,46–1,00) und sozial 0,40 (0,11–0,69).
Beleg [1]
Keine Kategorie überlegen; Rangfolgen nur hypothesengenerierend
Die Autorinnen und Autoren schließen, dass die Evidenz keine Überlegenheit einer Aktivitätskategorie belegt. Nach Ausschluss von Studien mit hohem Risiko betrug der gepoolte paarweise Schätzwert 0,53 (0,37–0,69); der Schätzwert für körperliche Aktivitäten blieb 0,61, während soziale und selbstgesteuerte Aktivitäten 0,43 und 0,45 ergaben. Die Ergebnisse sind durch Heterogenität, Verzerrungsrisiko, mögliche Publikationsverzerrung und wenige direkte aktive Vergleiche begrenzt. Rangfolgen sollten als hypothesengenerierend gelten; Studien mit direktem Vergleich in höherer Qualität sind nötig.
Beleg [1]
Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht
Nur Abstract; der Volltext wurde nicht geprüft. Die Evidenzsicherheit war sehr niedrig bis niedrig, die Heterogenität erheblich, Verzerrungsrisiko und mögliche Publikationsverzerrung wurden genannt, und direkte aktive Vergleiche waren selten.
Grundlage: Studienabstract. Volltext, Tabellen und ergänzende Daten wurden nicht geprüft.
Quelle & Belegstellen
Seo J, Li Y, Song R. · europepmc.org · 21. September 2026