DNA-Methylierungsuhren und Reproduktionsgeschichte: systematische Übersicht und Metaanalyse
In diesem Abstract einer systematischen Übersicht und Metaanalyse mit 29 Studien und 550.550 weiblichen Teilnehmenden waren eine frühere Menopause und Frühgeburten durchgängig mit höherer epigenetischer Altersbeschleunigung verbunden; das Menarchealter zeigte keinen solchen Zusammenhang. Es handelt sich um Querschnittsassoziationen, nicht um Ursachen. [1]
Automatische Zusammenfassung · nicht redaktionell geprüft
Die Kernaussagen
Die Übersicht umfasste 29 Studien mit 550.550 Teilnehmenden, alle weiblich, medianes mittleres Alter 35,4 Jahre. [1]
Frühgeburten und eine frühere Menopause waren durchgängig mit höherer epigenetischer Altersbeschleunigung verbunden, während Menarchealter, Schwangerschaftskomplikationen und ungünstige Geburtsausgänge gemischte Befunde zeigten. [1]
In der Querschnitts-Metaanalyse war jedes um ein Jahr frühere Menopausealter mit höherer EAA verbunden, am stärksten bei GrimAge, und PhenoAge zeigte einen Zusammenhang mit der Geburtenzahl. [1]
Die Quelle auf einen Blick
- Studientyp / Format
- Systematische Übersicht und Metaanalyse von Querschnittsstudien (Abstract).
- Population / Kontext
- 550.550 weibliche Teilnehmende in 29 Studien (medianes mittleres Alter 35,4 Jahre).
- Grundlage der Zusammenfassung
- Studienabstract
- Original veröffentlicht
- 14. September 2026
Reproduktionsgeschichte und epigenetisches Alter bei 550.550 Frauen
Die Übersicht fragte, ob die Reproduktionsgeschichte mit DNA-Methylierungsuhren zusammenhängt; diese sind Biomarker des Alterns und schätzen die epigenetische Altersbeschleunigung (EAA). Eingeschlossen waren 29 Studien mit 550.550 Teilnehmenden, alle weiblich, mit einem medianen mittleren Alter von 35,4 Jahren (Interquartilsabstand 30,3–62,7). Die Autorinnen und Autoren beschreiben Menopausenzeitpunkt und Geburtenzahl als mit dem Risiko chronischer Krankheiten verbunden und die Uhren als Mittel, den Zusammenhang zwischen Reproduktionsgeschichte und Altern zu untersuchen.
Beleg [1]
Frühere Menopause und Frühgeburt mit höherer EAA verbunden
Über die Studien hinweg waren Frühgeburten und ein früheres Menopausealter durchgängig mit höherer EAA verbunden. Menarchealter, Schwangerschaftskomplikationen und ungünstige Geburtsausgänge zeigten gemischte Befunde. In der Metaanalyse von Querschnittsstudien war jedes um ein Jahr frühere Menopausealter signifikant mit höherer EAA verbunden, am stärksten bei GrimAge (n = 5.920; β = −0,08 Jahre; 95 %-KI −0,11 bis −0,05). Zwischen Menarchealter und EAA fand sich bei keiner Uhr ein Zusammenhang. Für die Geburtenzahl zeigte PhenoAge einen Zusammenhang (n = 4.508; β = 0,13 Jahre pro Geburt; 95 %-KI 0,04 bis 0,21).
Beleg [1]
Querschnittszusammenhänge, am stärksten bei Uhren der zweiten Generation
Die Autorinnen und Autoren schließen, dass Aspekte der Reproduktionsgeschichte im Querschnitt mit höherer EAA assoziiert sind, besonders bei Messung mit DNA-Methylierungsuhren der zweiten Generation (PhenoAge, GrimAge). Da die meta-analysierten Studien Querschnittsstudien waren, beschreiben die Ergebnisse Zusammenhänge zu einem Zeitpunkt und belegen nicht, dass reproduktive Ereignisse Veränderungen des epigenetischen Alters verursachen. Diese Angaben stammen nur aus dem Abstract; der Volltext wurde nicht geprüft.
Beleg [1]
Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht
Nur Abstract; der Volltext wurde nicht geprüft. Die meta-analysierten Studien waren Querschnittsstudien, daher belegen die Assoziationen keine Kausalität. Die Befunde zu Menarchealter, Schwangerschaftskomplikationen und ungünstigen Geburtsausgängen waren gemischt.
Grundlage: Studienabstract. Volltext, Tabellen und ergänzende Daten wurden nicht geprüft.
Quelle & Belegstellen
Simonson MW, Wang W, Tay JH, Hameed S, Min CH, Khan A, Reji A, Maier AB. · europepmc.org · 14. September 2026