Sarkopenie mit Adipositas und Alltagseinschränkungen bei älteren Brasilianern
In einer Querschnittsstudie mit 6.874 Brasilianern ab 60 Jahren war Sarkopenie zusammen mit allgemeiner oder abdominaler Adipositas nur bei Frauen mit höheren Chancen für selbstberichtete Schwierigkeiten bei basalen Alltagsaktivitäten verbunden; bei instrumentellen Aktivitäten zeigten sich Schwierigkeiten bei beiden Geschlechtern. [1]
Automatische Zusammenfassung · nicht redaktionell geprüft
Die Kernaussagen
Die Querschnittsstudie umfasste 6.874 Brasilianer ab 60 Jahren aus der zweiten Welle der Brazilian Longitudinal Study of Aging (2019-2021). [1]
Sarkopenie war definiert als geringe Gehgeschwindigkeit zusammen mit geringer Handgriffkraft nach den Kriterien des Sarcopenia Definition and Outcomes Consortium. [1]
Die Ergebnisse waren selbstberichtete Schwierigkeiten bei mindestens einer basalen und einer instrumentellen Alltagsaktivität. [1]
Die Quelle auf einen Blick
- Studientyp / Format
- Querschnittsstudie (Abstract)
- Population / Kontext
- 6.874 brasilianische Erwachsene ab 60 Jahren aus der zweiten Welle der Brazilian Longitudinal Study of Aging (2019-2021).
- Grundlage der Zusammenfassung
- Studienabstract
- Original veröffentlicht
- 9. Oktober 2026
Sarkopenie und Adipositas bei älteren Brasilianern
Die Studie untersuchte, ob Sarkopenie allein oder zusammen mit allgemeiner oder abdominaler Adipositas mit Einschränkungen bei basalen (BADL) und instrumentellen (IADL) Alltagsaktivitäten verbunden war. Grundlage waren 6.874 Erwachsene ab 60 Jahren aus der zweiten Welle der Brazilian Longitudinal Study of Aging (2019-2021). Sarkopenie folgte den Kriterien des Sarcopenia Definition and Outcomes Consortium: geringe Gehgeschwindigkeit zusammen mit geringer Handgriffkraft. Die Ergebnisse wurden getrennt nach Geschlecht analysiert.
Beleg [1]
Höhere Chancen vor allem bei Frauen für basale Aktivitäten
Für BADL-Einschränkungen zeigten sich höhere Chancen nur bei Frauen mit Sarkopenie und allgemeiner Adipositas (Odds Ratio 3,37; 95%-Konfidenzintervall 1,47-7,71) sowie mit Sarkopenie und abdominaler Adipositas (2,59; 1,16-5,76). Für IADL zeigten sich höhere Chancen bei Frauen mit Sarkopenie ohne allgemeine Adipositas (2,08; 1,59-2,71) und ohne abdominale Adipositas (2,14; 1,56-2,94) sowie mit Sarkopenie plus allgemeiner Adipositas (2,52; 1,64-3,87) oder abdominaler Adipositas (2,46; 1,59-3,79). Bei Männern zeigten sich höhere IADL-Chancen mit Sarkopenie ohne allgemeine Adipositas (2,49; 1,67-3,73) und ohne abdominale Adipositas (2,50; 1,48-4,22) sowie mit Sarkopenie plus allgemeiner Adipositas (2,23; 1,01-4,91) oder abdominaler Adipositas (2,52; 1,30-4,90).
Beleg [1]
Querschnittsdesign begrenzt kausale Deutung
Es handelte sich um eine Querschnittsstudie; sie beschreibt Zusammenhänge zu einem Zeitpunkt und kann nicht zeigen, ob Sarkopenie oder Adipositas die berichteten Schwierigkeiten verursachten. Die Ergebnisse waren selbstberichtete Schwierigkeiten bei mindestens einer BADL und einer IADL. Es wurde nur das Abstract geprüft; der Volltext wurde nicht geprüft.
Beleg [1]
Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht
Nur Abstract; der Volltext wurde nicht geprüft. Das Querschnittsdesign zeigt Zusammenhänge, keine Ursachen. Die Ergebnisse waren selbstberichtet.
Grundlage: Studienabstract. Volltext, Tabellen und ergänzende Daten wurden nicht geprüft.
Quelle & Belegstellen
Danielewicz AL, Freitas BP, Moreira BS, Lopes EC, Rosa RA, Lima-Costa MF, Avelar NCP. · europepmc.org · 9. Oktober 2026