Erwachsene, die mit Behinderung altern, nennen Hürden bei kommunalen Sturzpräventionskursen
In Interviews berichteten 11 Erwachsene ab 50 mit selbst angegebener Beeinträchtigung von Mobilität, Sehen oder Hören, dass Stigma und schlechte Passung sie von kommunalen Sturzpräventionskursen abhielten. [1]
Automatische Zusammenfassung · nicht redaktionell geprüft
Die Kernaussagen
Die Studie befragte 11 Erwachsene ab 50 Jahren mit selbst angegebener Beeinträchtigung von Mobilität, Sehen oder Hören zu kommunalen Sturzpräventionskursen. [1]
Die Teilnehmenden nannten Stigma, nicht passende Programme und Selbststereotypisierung als Hemmnisse für die Teilnahme. [1]
Die Autorinnen und Autoren regen an, dass gemeinsam gestaltete, inklusive, flexible und identitätsbejahende Programme die Teilnahme fördern könnten. [1]
Die Quelle auf einen Blick
- Studientyp / Format
- Qualitative beschreibende Interviewstudie (Abstract).
- Population / Kontext
- 11 Erwachsene ab 50 Jahren mit selbst angegebener Beeinträchtigung von Mobilität, Sehen oder Hören (Durchschnittsalter 69,8 Jahre).
- Grundlage der Zusammenfassung
- Studienabstract
- Original veröffentlicht
- 5. Oktober 2026
Interviews mit 11 Erwachsenen, die mit Behinderung altern
Diese qualitative beschreibende Studie fragte nach der Teilnahme an kommunalen Sturzpräventionskursen. Einbezogen waren 11 Personen ab 50 Jahren mit selbst angegebener Beeinträchtigung von Mobilität, Sehen oder Hören; ihr Durchschnittsalter lag bei 69,8 Jahren. Halbstrukturierte Interviews fanden virtuell statt und untersuchten Einflüsse auf mehreren Ebenen. Die Autorinnen und Autoren nutzten ein Rahmenkonzept zur gesundheitlichen Chancengleichheit und eine thematische Analyse.
Beleg [1]
Stigma und schlechte Passung hemmen die Teilnahme
Vier Themen zeigten sich: Lösungen für fehlendes Bewusstsein, fehlenden Zugang und fehlende Werbung; miteinander verbundene Barrieren, die die Zugänglichkeit verschärfen; Erfahrungen mit Behinderung; sowie Herausforderungen und Lösungen beim Programmdesign. Die Teilnehmenden beschrieben Zugänglichkeit als mehrdimensional, mit körperlichen, sensorischen, logistischen und finanziellen Faktoren. Stigma, nicht passende Programme und Selbststereotypisierung hielten sie von der Teilnahme ab.
Beleg [1]
Identitätslücke und sich verändernde Behinderung als Hürden
Die Autorinnen und Autoren schließen, dass sich Erwachsene, die mit Behinderung altern, nicht mit kommunalen Sturzpräventionskursen identifizieren, wegen des Stigmas, solche Programme seien für Schwache. Zudem erschwere die sich verändernde Behinderung, die eigenen Grenzen beim Älterwerden zu akzeptieren. Gemeinsam gestaltete, inklusive, flexible und identitätsbejahende Programme könnten Teilnahme und gesundheitliche Chancengleichheit fördern.
Beleg [1]
Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht
Nur Abstract; der Volltext wurde nicht geprüft. Diese qualitative Studie mit 11 selbst ausgewählten Teilnehmenden kann nicht zeigen, wie verbreitet diese Ansichten sind oder ob umgestaltete Programme die Teilnahme erhöhen würden.
Grundlage: Studienabstract. Volltext, Tabellen und ergänzende Daten wurden nicht geprüft.
Quelle & Belegstellen
Latiff A, Klicnik I, Bouchard DR, Dogra S. · europepmc.org · 5. Oktober 2026