Vorliebe für Süßes, biologisches Altern und Demenz in einer prospektiven Kohorte
In dieser prospektiven Kohorte war eine Vorliebe für Süßes mit höherem Demenzrisiko und beschleunigtem biologischem Altern verbunden, verglichen mit einer gesundheitsorientierten Vorliebe; die Zusammenhänge belegen keine Ursache. [1]
Automatische Zusammenfassung · nicht redaktionell geprüft
Die Kernaussagen
Es wurden drei Ernährungspräferenzprofile identifiziert: gesundheitsorientiert, breit gefächert und Vorliebe für Süßes. [1]
Das Profil mit Vorliebe für Süßes war mit beschleunigtem biologischem Altern bei zwei Maßen und mit kürzeren Telomeren verbunden. [1]
Eine explorative Mediation deutete darauf hin, dass Marker des biologischen Alterns statistisch 2,28–4,82% des Zusammenhangs erklärten. [1]
Die Quelle auf einen Blick
- Studientyp / Format
- Prospektive Kohortenstudie (Abstract)
- Population / Kontext
- Teilnehmende einer prospektiven Kohorte, deren Ernährungspräferenzen zu Profilen gruppiert wurden
- Grundlage der Zusammenfassung
- Studienabstract
- Original veröffentlicht
- 7. Oktober 2026
Ernährungsprofile und Messungen des biologischen Alterns
Die Studie untersuchte, wie Ernährungspräferenzprofile mit biologischem Altern und neu auftretender Demenz zusammenhängen. Die Profile stammten aus Fragebogendaten zu Lebensmittelpräferenzen, gruppiert mittels latenter Profilanalyse. Es ergaben sich drei Profile: gesundheitsorientiert, breit gefächert und Vorliebe für Süßes. Biologisches Altern wurde als Beschleunigung zweier biologischer Altersmaße (Klemera-Doubal-Methode und phänotypisches Alter) sowie als Leukozyten-Telomerlänge erfasst. Das Profil mit Vorliebe für Süßes war mit beschleunigtem biologischem Altern bei beiden Maßen und mit kürzeren Telomeren verbunden.
Beleg [1]
Demenzrisiko nach Ernährungspräferenzprofil
Verglichen mit der gesundheitsorientierten Gruppe hatte die Gruppe mit Vorliebe für Süßes ein um 79% höheres Risiko für Demenz insgesamt, ein um 62% höheres Risiko für Alzheimer-Krankheit und ein um 202% höheres Risiko für vaskuläre Demenz. Eine signifikante additive Interaktion zwischen dem Profil mit Vorliebe für Süßes und hohem genetischem Risiko verstärkte das Demenzrisiko. Explorative Mediationsanalysen deuteten darauf hin, dass Marker des biologischen Alterns statistisch 2,28–4,82% des beobachteten Zusammenhangs erklärten.
Beleg [1]
Kohortendesign und Grenzen des Abstracts
Es handelte sich um eine prospektive Kohortenstudie mit Cox-Modellen für das Demenzrisiko und linearer Regression für das biologische Altern. Das Abstract nennt weder Stichprobengröße noch Nachbeobachtungsdauer, noch wie Demenz festgestellt oder genetisches Risiko definiert wurde. Die Mediationsergebnisse werden als explorativ bezeichnet, und der kleine Anteil, der den Markern des biologischen Alterns zugeschrieben wird, lässt den Großteil des Zusammenhangs unerklärt. Die Befunde stützen grundsätzlich gezielte Ernährungsinterventionen, doch allein das Abstract kann nicht zeigen, dass eine Ernährungsumstellung Demenz verhindert. Es wurde nur das Abstract geprüft; der Volltext wurde nicht geprüft.
Beleg [1]
Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht
Nur Abstract; der Volltext wurde nicht geprüft. Stichprobengröße, Nachbeobachtung, Demenzfeststellung und Definition des genetischen Risikos werden nicht berichtet. Die Mediation ist explorativ, und Zusammenhänge belegen keine Kausalität.
Grundlage: Studienabstract. Volltext, Tabellen und ergänzende Daten wurden nicht geprüft.
Quelle & Belegstellen
Sun M, Huang F, Sun N, Ding H, Shi F, Wang S, Yao J, He Q. · europepmc.org · 7. Oktober 2026